Agritech ist ein wachsendes Feld mit hohem FuE-Anteil: Precision Farming, Sensortechnik, alternative Proteine, biobasierte Materialien, autonome Agrarsysteme. Viele dieser Entwicklungen beinhalten echte technische Ungewissheit — Sensorgenauigkeit unter Feldbedingungen, Skalierung biologischer Prozesse, maschinelles Lernen auf heterogenen Agrardaten. Die Forschungszulage ist ideal für diesen Sektor.
Agritech-FuE verbindet oft Biologie, Informatik und Ingenieurwissenschaften. Die Ungewissheit liegt häufig in der Übertragung von Laborergebnissen auf Feldbedingungen — wo Wetter, Bodenqualität und biologische Variabilität das Ergebnis unvorhersehbar machen.
| Vorhaben | FuE? | Begründung |
|---|---|---|
| Hyperspektral-Sensorik für Pflanzenstress-Erkennung | ✓ | Accuracy unter realen Feldbedingungen unsicher |
| ML-Modell für Erntevorhersage aus Satellitendaten | ✓ | Generalisierung über verschiedene Regionen/Böden unklar |
| Fermentationsverfahren für alternative Proteine | ✓ | Scale-up von Lab auf Pilot unsicher |
| Autonomes Unkrautmanagement mit Computer Vision | ✓ | Erkennungsrate unter variablen Lichtbedingungen unbekannt |
| Biobasierte Verpackungen aus Agrarreststoffen | ✓ | Materialeigenschaften bei neuer Zusammensetzung unklar |
| GPS-gesteuerte Aussaat mit Standardsoftware | ✗ | Bekannte Technologie, konfiguriert |
| Einsatz fertiger Drohnen für Feldinspektion | ✗ | Hardware-Anwendung, keine Eigenentwicklung |
Agritech-Startups sind häufig VC-finanziert und beschäftigen kleine, hochspezialisierte Teams. Die Forschungszulage wirkt hier besonders stark, weil der FuE-Anteil pro Mitarbeiter oft bei 80-100% liegt.
Biologische Ungewissheit als Stärke: Biologische Prozesse (Fermentation, Pflanzenwachstum, Bodenchemie) sind inhärent unsicher. Diese Ungewissheit lässt sich hervorragend im BSFZ-Antrag darstellen.
Auftragsforschung an Hochschulen: Viele Agritech-Unternehmen kooperieren mit Agrarfakultäten. 70% der Vergütung an die Hochschule sind zusätzlich förderfähig.
Ja, wenn sie systematisch durchgeführt wird und eine technische Ungewissheit adressiert. Feldversuche mit definierten Hypothesen, kontrollierten Variablen und dokumentierten Ergebnissen sind klassische experimentelle Entwicklung.
Nicht direkt als Sachkosten. Aber die 20% Gemeinkostenpauschale (ab 2026) deckt einen Teil dieser Verbrauchsmaterialien pauschal ab.
Ist Ihr Projekt förderfähig? Kostenloser FuE-Check in 3 Minuten.
FuE-Check starten → Erstgespräch 475 € →