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Forschungszulage für Energie & Cleantech

Die Energiewende treibt massive FuE-Investitionen: Batteriespeicher, Wasserstofftechnologie, Smart-Grid-Systeme, Wärmepumpen-Effizienz, CO₂-Abscheidung. Unternehmen, die in diesen Feldern technische Grenzen verschieben, haben exzellente Chancen auf die Forschungszulage. Die steuerliche Förderung kommt zusätzlich zu energie-spezifischen Förderprogrammen.

Wann ist Energietechnik FuE?

Energietechnik-FuE liegt vor, wenn bei der Entwicklung neuer Energiesysteme oder -komponenten eine technische Ungewissheit besteht: Wirkungsgrad, Langzeitstabilität, Skalierbarkeit oder Materialverhalten sind zu Beginn des Vorhabens nicht vorhersehbar.

Beispiele: Förderfähig vs. Nicht förderfähig

VorhabenFuE?Begründung
Neuartige Festkörperbatterie mit eigener ZellchemieZyklenlebensdauer und Energiedichte unsicher
PEM-Elektrolyseur-Optimierung für höheren WirkungsgradDegradation unter realen Lastprofilen unbekannt
Smart-Grid-Algorithmen für Echtzeit-LastverteilungOptimierung bei stochastischer Einspeisung unsicher
Wärmepumpe mit neuartigem KältemittelCOP unter realen Bedingungen nicht vorhersehbar
CO₂-Abscheidung mit neuem AdsorptionsmaterialKapazität und Regenerierbarkeit im Pilotmaßstab unklar
Installation von Standard-PV-AnlagenBekannte Technologie, konfiguriert
Wartung bestehender WindkraftanlagenBetrieb, keine Forschung

Besonderheiten für Energie & Cleantech

Energieunternehmen kombinieren häufig Hardware-Entwicklung (Materialien, Komponenten) mit Software-Entwicklung (Steuerung, Optimierung). Beide Bereiche sind förderfähig — die Personalkosten aller beteiligten Ingenieure, Wissenschaftler und Entwickler zählen.

Pilotanlagen: Die Entwicklung und der Betrieb von Pilotanlagen zum Test neuer Verfahren ist klassische experimentelle Entwicklung — oft mit hohem Personalaufwand und klarer technischer Ungewissheit.

Kombination mit BMBF/BMWi-Förderung: Die Forschungszulage läuft parallel zu projektgebundenen Energieforschungsprogrammen. Prüfen Sie die Beihilfe-Kumulierung.

Förderhöhe: Rechenbeispiel

Cleantech-KMU, 7 Ingenieure, Ø 68.000 € Steuerbrutto
7 × 68.000 € × 85% FuE404.600 €
+ AG-SV (~21%)84.966 €
+ 20% Gemeinkostenpauschale97.913 €
= Bemessungsgrundlage587.479 €
Zulage KMU (35%)205.618 €

Häufige Fragen

Können Pilotanlagen als FuE geltend gemacht werden?

Die Personalkosten für Entwicklung und Betrieb der Pilotanlage sind förderfähig — nicht die Investitionskosten für die Anlage selbst. Die 20% Gemeinkostenpauschale deckt einen Teil der Betriebskosten pauschal ab.

Wir entwickeln im BMBF-Verbundprojekt — geht Forschungszulage trotzdem?

Ja. Die Forschungszulage ist kumulierbar mit Projektförderung. Sie können die gleichen Personalkosten ansetzen — die Gesamtförderintensität darf nur die EU-Beihilfegrenzen nicht überschreiten.

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