Der BSFZ-Antrag besteht aus 5 Feldern pro FuE-Vorhaben. Feld 3 (technische Ungewissheit) entscheidet über Erfolg oder Ablehnung. Diese Checkliste zeigt Ihnen exakt, was in jedes Feld gehört, welche Unterlagen Sie brauchen und welche Fehler Sie vermeiden müssen.
Aussagekräftiger Projekttitel (technisch, nicht Marketing). Beginn- und Enddatum. Zuordnung: Grundlagenforschung, industrielle Forschung oder experimentelle Entwicklung.
Tipp: „Experimentelle Entwicklung" ist die häufigste Kategorie für Unternehmen. Nicht übertreiben — „Grundlagenforschung" klingt gut, erhöht aber die Prüfintensität.
Was ist das Ziel? Welches technische Problem wird adressiert? Welche Methoden werden eingesetzt? Kontext und Stand der Technik.
Tipp: Beschreiben Sie die technische Herausforderung, nicht das Produkt. Nicht: „Wir bauen eine Plattform für X." Sondern: „Die technische Herausforderung besteht in Y."
Welche technische oder wissenschaftliche Frage war zu Beginn des Vorhabens offen? Was war das Ergebnis der Ungewissheit — war die Lösung nicht vorhersehbar?
Hier scheitern 80% der abgelehnten Anträge. Die Ungewissheit muss konkret, technisch und falsifizierbar formuliert werden. Nicht: „Es gab Herausforderungen." Sondern: „Es war unklar, ob Algorithmus X bei Datenqualität Y eine Accuracy von >Z% erreichen kann." Frascati-Kriterien →
Arbeitspakete, Meilensteine, eingesetzte Methoden, beteiligte Mitarbeiter und deren Qualifikation.
Tipp: Zeigen Sie die Systematik (Frascati-Kriterium 3). Selbst iterative Ansätze müssen strukturiert beschrieben werden.
Welches neue Wissen entsteht? Wie wird es genutzt — intern, extern, kommerziell? Ist das Wissen übertragbar?
Tipp: Hier geht es um das Frascati-Kriterium der Übertragbarkeit. Zeigen Sie, dass das Vorhaben reproduzierbares Wissen generiert — nicht nur ein Produkt.
☐ Projekttitel und Laufzeit definiert
☐ FuE-Kategorie zugeordnet (Grundlagen / Industriell / Experimentell)
☐ Technische Ungewissheit konkret formuliert (Feld 3)
☐ Stand der Technik recherchiert und referenziert
☐ Arbeitspakete und Methodik beschrieben
☐ Beteiligte Mitarbeiter mit Qualifikation aufgelistet
☐ Verwertungsplan skizziert
☐ Steuerbrutto der FuE-Mitarbeiter ermittelt
☐ FuE-Anteile pro Mitarbeiter dokumentiert
☐ Ggf. Auftragsforschungs-Verträge zusammengestellt
☐ Ggf. GGF-Stundennachweis vorbereitet
Fehler 1: Produktbeschreibung statt Forschungsfrage. Die BSFZ will wissen, welche technische Frage offen war — nicht, welches Produkt Sie bauen. Feld 3 muss die Ungewissheit zeigen, nicht das Ergebnis.
Fehler 2: Marktrisiko als Ungewissheit. „Wir wussten nicht, ob Kunden es kaufen" ist wirtschaftliche, nicht technische Ungewissheit. Nur technische oder wissenschaftliche Unsicherheit zählt.
Fehler 3: Zu vage. „Es gab technische Herausforderungen" reicht nicht. Formulieren Sie konkret: Welcher Algorithmus? Welche Parameter? Welche Schwelle? Was war das Scheitern-Szenario?
3-8 Seiten pro Vorhaben sind typisch. Qualität schlägt Quantität. Ein präziser 4-Seiten-Antrag ist besser als ein vager 15-Seiten-Antrag. Im Förderscan Portal optimiert der Co-Pilot jedes Feld automatisch.
Vor der Bescheidung: Ja, Sie können Ergänzungen einreichen. Nach der Bescheidung: Nein — bei Ablehnung müssen Sie einen neuen Antrag stellen (ggf. mit verbesserter Darstellung).
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