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Gemeinkostenpauschale 2026 — 20% extra ohne Nachweis

Aktueller Stand: Regime 2026 (Investitionsbooster ab 01.01.2026)

Ab dem 1. Januar 2026 können Unternehmen 20% Gemeinkostenpauschale auf ihre förderfähigen Personalkosten aufschlagen — ohne Einzelnachweis. Die Pauschale erhöht die Bemessungsgrundlage automatisch und damit den Förderbetrag. Bei einem KMU mit 35% Fördersatz bedeutet das: 7% mehr Förderung auf jede Personalkosten-Euro.

Was deckt die Gemeinkostenpauschale ab?

Die Pauschale soll Overhead-Kosten abdecken, die bei FuE-Vorhaben anfallen, aber bisher nicht förderfähig waren:

Miete und Nebenkosten für Büro-/Laborräume, IT-Infrastruktur (Server, Lizenzen, Cloud), Strom und Heizung, Büromaterial und Verbrauchsmaterialien, allgemeine Verwaltungskosten, die dem FuE-Vorhaben zuzuordnen sind.

Der Clou: Sie müssen keine dieser Kosten einzeln nachweisen. Die 20% werden pauschal auf die förderfähigen Personalkosten (Steuerbrutto + AG-SV) addiert. Es spielt keine Rolle, ob Ihre tatsächlichen Gemeinkosten höher oder niedriger sind.

Berechnung

Die Gemeinkostenpauschale berechnet sich als 20% der förderfähigen Personalkosten (Steuerbrutto + AG-SV, anteilig nach FuE-Anteil):

Beispiel: Entwickler, 70.000 € Steuerbrutto, 100% FuE
Steuerbrutto70.000 €
+ AG-SV (~21%)14.700 €
= Personalkosten84.700 €
+ 20% Gemeinkostenpauschale16.940 €
= Bemessungsgrundlage101.640 €
Zulage KMU (35%)35.574 €
Ohne GK-Pauschale wäre die Zulage nur 29.645 € — die Pauschale bringt 5.929 € mehr pro Mitarbeiter pro Jahr.

Voraussetzungen

Zeitliche Geltung: Die Gemeinkostenpauschale gilt nur für FuE-Vorhaben, die nach dem 31. Dezember 2025 begonnen haben. Für laufende Vorhaben oder rückwirkende Anträge für 2022-2025 greift sie nicht.

Kein Wahlrecht: Die Pauschale ist kein Wahlrecht — sie wird automatisch angesetzt. Unternehmen können nicht stattdessen höhere tatsächliche Gemeinkosten nachweisen.

Alle Unternehmensgrößen: Die 20% gelten für KMU und Großunternehmen gleichermaßen. Der Unterschied liegt nur im Fördersatz (35% vs. 25%).

Auswirkung auf die Förderquote

SzenarioOhne GK-PauschaleMit GK-Pauschale (2026)Mehrwert
1 Entwickler, 65k StB, KMU27.559 €33.033 €+5.474 €
5 Entwickler, 65k StB, KMU137.795 €165.165 €+27.370 €
10 Entwickler, 70k StB, KMU296.450 €355.740 €+59.290 €
20 Entwickler, 75k StB, GU453.750 €544.500 €+90.750 €

StB = Steuerbrutto. Annahmen: 100% FuE-Anteil, AG-SV 21%.

Häufige Fragen

Gilt die Gemeinkostenpauschale rückwirkend?

Nein. Die 20% gelten nur für Vorhaben, die nach dem 31.12.2025 begonnen haben. Für rückwirkende Anträge (2022-2025) ist die Bemessungsgrundlage rein auf Personalkosten und ggf. Auftragsforschung beschränkt.

Muss ich die tatsächlichen Gemeinkosten nachweisen?

Nein. Die 20% sind eine Pauschale ohne Nachweispflicht. Es werden einfach 20% auf die förderfähigen Personalkosten addiert — unabhängig von den tatsächlichen Overhead-Kosten.

Kann ich stattdessen höhere tatsächliche Gemeinkosten ansetzen?

Nein. Das FZulG sieht ausschließlich die 20%-Pauschale vor. Es gibt kein Wahlrecht zwischen Pauschale und Einzelnachweis — die Pauschale ist der einzige Weg.

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