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Software-KMU mit 8 Entwicklern: 285.000 € Forschungszulage

Ein mittelständisches Software-Unternehmen entwickelt seit Jahren eine SaaS-Plattform mit eigener ML-gestützter Anomalieerkennung. Bisher ohne Förderung. Wir haben den ersten BSFZ-Antrag begleitet und 285.000 € Forschungszulage für ein Geschäftsjahr realisiert.

Ausgangslage

Was wir gefunden haben

Die Kerntechnologie der Plattform — eine Echtzeit-Anomalieerkennung auf Streaming-Daten — erfüllt die Frascati-Kriterien klar. Drei zentrale technische Unsicherheiten waren in der Entwicklung zu lösen:

  1. Latenz-Robustheit: Wird die Modell-Inferenz bei 50.000 Events/Sekunde unter 100ms bleiben?
  2. Domänen-Transfer: Konvergiert das Modell auch für branchenfremde Datentypen?
  3. Algorithmische Stabilität: Wie verhält sich das System bei sprunghaftem Concept-Drift?

Sechs der acht Entwickler haben anteilig an dieser Kernkomponente gearbeitet — mit FuE-Anteilen zwischen 35% und 80%.

Berechnung

PositionWert
FuE-Personalkosten (Steuerbrutto, anteilig)620.000 €
+ 20% Gemeinkostenpauschale124.000 €
= Bemessungsgrundlage744.000 €
× 35% (KMU-Satz)260.400 €
+ GF-Eigenleistung (anteilig, max. 100 €/h)24.600 €
Forschungszulage gesamt285.000 €

Ablauf

Erkenntnis für den Mandanten: Die Forschungszulage ist keine Einmal-Förderung. Das Unternehmen kann sie jedes Jahr neu beantragen, solange die FuE-Komponente weiterentwickelt wird — und kann darüber hinaus 2022–2025 rückwirkend für weitere 3 Jahre nachfordern.

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